Energie sparen

- Fakt oder Fiktion

Energiesparlampen sind in den vergangenen Monaten stark in Verruf geraten. Lange wurden die Stromsparer als der heilige Gral der globalen Erwärmung gefeiert, doch was nun ans Tageslicht kam stellt die Glühbirnen 2.0 in ein ganz neues Licht.

Während im März 2011 noch über das grelle Licht der neuen Leuchtmittel geschimpft wurde, stehen jetzt die Entsorgungsprobleme im Vordergrund. So umweltfreundlich auch der Stromverbrauch der Energiesparlampen ist, so giftig ist deren Inhalt.

Entsorgung

Neben dem lumineszierenden Gas ist die Energiesparlampe auch mit Quecksilber gefüllt. Da hilft auch der offizielle und leicht geschönte Name Kompaktleuchtstofflampen nicht weiter. Die neuen Leuchtmittel sind giftig und müssen gesondert entsorgt werden. Neben dem Schwermetall Quecksilber werden auch andere gefährliche Stoffe wie Blei und Chrom in den Glasröhren verbaut.

Eine kaputte Energiesparlampe muss fachgerecht entsorgt werden.

Diese Stoffe müssen über eine getrennte Entsorgungskette laufen. Leider wird aber nur eine von zehn Energiesparlampen fachgerecht entsorgt – der Rest landet hier gerne mal im Hausmüll oder im Glascontainer. Für eine ausgediente Lampe fährt man einfach nicht zum Schadstoff- oder Recycling-Hof der Kommune und im offenen Handel müssen die Energiesparlampen bisher nicht zurückgenommen werden. Eine Übersicht über Sammelstellen für ausgediente Energiesparlampen bei Ihnen in der Nähe finden Sie unter www.lightcycle.de.

Erst wenn Energiesparlampen fachgerecht entsorgt werden, wird die Nutzung der Lampen wirklich sinnvoll. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Nutzung allerdings wenig ökologisch. Durch falsche Entsorgung wird unsere Umwelt mehr und mehr belastet. Eine entsprechende Kommunikation der Behörden zu diesem Thema gibt es leider noch nicht und so können wir auf diese Entwicklung wohl noch einige Monate oder vielleicht sogar Jahre warten.

Weitere Energiespargeräten

Bis dahin ist die Nutzung von anderen Energiespargeräten wesentlich sinnvoller! Obwohl diese bei Weitem nicht so gut kommuniziert wurden wie die Energiesparlampe, bringen diese eine erheblich bessere Gesamtbilanz zustande. Gute Bespiele sind hier die Geräte der Energiespareffizienzklasse A+++ die es seit 2011 im Bereich der Küchengeräte gibt. Ein Kühlschrank mit der Energiespareffizienzklasse A+++ spart gegenüber dem bekannten A++ noch einmal 20% des Stromes.

Energiespareffizienzklassen von TV-Geräten

Nicht zuverlässig ist die Energiespareffizienzklasse bisher bei TV-Geräten. Durch das Herabregeln der Bildqualität können die Hersteller hier erheblichen Etikettenschwindel betreiben, der durch den Verbraucherschutz noch nicht eingedämmt werden konnte.

Steckdosen

Weniger Entsorgungsprobleme hat man mit anderen Energiesparwundern, wie zum Beispiel Steckdosen. Alte Modelle gaben unbemerkt oft kleine Strom-Mengen ab, auch wenn keine Geräte angeschlossen waren. Das ist zwar für den Menschen nicht schädlich, steigert aber die Stromrechnung um bis zu 2% im Jahresverbrauch. Neuere Entwicklungen wie die Busch-Jäger Steckdose versprechen hier ein ganz anders Ergebnis. Hier soll Strom nur verbraucht werden, wenn er auch tatsächlich gebraucht wird.

Stand-by-Killer

Richtige Stromsparer sind auch die günstigen Stand-by-Killer die es in diversen Läden zu kaufen gibt. Wenn diese registrieren, dass das Gerät nur noch auf Standby läuft, kappen Sie die Stromverbindung komplett und senken den Verbrauch so auf null.

Fazit

Wer also Energie sparen will sollte sich vorher über die Gesamt-Energie-Bilanz der Produkte gut informieren und nicht auf leere Werbeversprechen und Medienrummel achten.